LEOPOLD FIGL
Der Bauernsohn aus dem Tullner Feld


Ein großer Sohn unserer Heimat und unserer Gemeinde war der Bauernsohn Leopold Figl. Er kam am 2.Oktober 1902 in Rust im Tullner Feld zur Welt. Nach dem Besuch der Volksschule besuchte er das Gymnasium in St. Pölten. Anschließend studierte er in Wien auf der Hochschule für Bodenkultur. Mit 31 Jahren wurde er Direktor des Niederösterr. Bauernbundes.

In der Zeit, da unser Land dem Deutschen Reich eingegliedert war, verbrachte Leopold Figl über fünf Jahre in Konzentrationslagern.

Nach dem 2.Weltkrieg wurde Leopold Figl Bundeskanzler. Nun konnte er für seine Heimat und sein geliebtes Rust am Wiederaufbau mitwirken. Später war er als Außenminister entscheidend am Zustandekommen des Staatsvertrags beteiligt. Am 15.Mai 1955 durfte er im Schloss Belvedere in Wien dieses wichtige Dokument unterschreiben.

Leopold Figl wurde Präsident des Nationalrates und zuletzt fungierte er als Landeshauptmann von Niederösterreich.

Am 9.Mai 1965 verstarb der große Österreicher in Wien und wurde in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Zum Andenken an diesen großen Sohn unserer Marktgemeinde wurde in seinem Geburtsort Rust ein Museum eingerichtet.